Was hier rund um die geplante Klärschlammverbrennungsanlage in Merkenich passiert, ist kein bedauerlicher Verwaltungsakt. Es ist das Ergebnis politischer Arroganz.
Die Bezirksregierung Köln ist am Ende die Behörde, die das Verfahren formal umsetzt. Doch wer glaubt, hier handle es sich um eine rein technische Entscheidung, der verschließt bewusst die Augen. Der politische Wille kommt nicht aus der Behörde – er kommt aus der Politik. Aus dem Kölner Rathaus. Aus den Fraktionen. Von Mandatsträgern, die dieses Projekt durchgewunken haben und jetzt vorgeben, als gehe sie das alles nichts mehr an.
Und genau dort liegt die Verantwortung.
- Mitten am Wohngebiet
- Direkt an einem Sportplatz, auf dem Woche für Woche hunderte Kinder trainieren
- Ein Reitweg kreuzt das Gelände
- Ein Naturschutzbereich liegt in unmittelbarer Nähe.
Und trotzdem hält man stur an einer weiteren Verbrennungsanlage fest – in einer Region, die bereits jetzt mit Industrieanlagen und Emissionen überproportional belastet ist.
- Das ist kein Strukturwandel
- Das ist kein Umweltbewusstsein
- Das ist knallharte Standortpolitik auf dem Rücken eines Stadtteils
Besonders dreist ist die Geschichte mit dem Transport. Wir haben von Anfang an gesagt: Die groß angekündigte Schiffslösung aus Bonn wird nie Realität werden. Das war politisches Wunschdenken. Eine Nebelkerze, um Widerstand zu beruhigen.
Heute wissen wir: Wir hatten recht.
Der Schiffverkehr ist faktisch Geschichte.
Was bleibt, ist LKW-Verkehr.
Genau das, was wir prognostiziert haben.
Mehr Lärm. Mehr Abgase. Mehr Belastung für Anwohner. Und trotzdem wagt es die Politik, so zu tun, als sei alles im grünen Bereich.
Es reicht.
- Es reicht mit Beschwichtigungen
- Es reicht mit Prognosen, die sich in Luft auflösen
- Es reicht mit dem systematischen Ignorieren von Menschen, die hier leben
Wir machen es unmissverständlich klar:
Wir klagen!
Und wir werden nicht halbherzig klagen. Wir haben genügend Geld gesammelt. Wir haben die Unterstützung der Menschen vor Ort. Wir haben juristische Expertise an unserer Seite. Und wir werden mit allen verfügbaren rechtlichen Mitteln gegen dieses Projekt vorgehen.
Nicht aus Prinzip. Sondern, weil hier rote Linien überschritten wurden.
Wer glaubt, man könne einen Stadtteil dauerhaft übergehen, falsche Versprechen machen, Belastungen kleinreden und dann zur Tagesordnung übergehen, der irrt sich gewaltig.
Die Menschen hier sind nicht mehr still.
Sie sind nicht mehr geduldig.
Und sie sind bereit, sich zu wehren.
Politische Entscheidungen haben Konsequenzen.


